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John Fahey ist seit November 2007 Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) © getty

Die weltweite Doping-Agentur WADA wird bei ihrer Arbeit in Teilen künftig von der internationalen Polizei-Behörde unterstützt.

Montreal - Interpol unterstützt künftig die weltweite Jagd nach Dopingsündern.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und die internationale Polizei-Organisation vereinbarten in Montreal nach mehrmonatigen Gesprächen eine Zusammenarbeit in den Bereichen Beweismittel-Sammlung und des Informationsaustausches.

Bereits zuvor hatte Frankreich der WADA die Installierung eines Verbindungsmannes im Interpol-Hauptquartier im französischen Lyon angeboten.

"Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne. Organisationen wie Interpol besitzen Mittel zur Bekämpfung von Doping, die dem Sport nicht zur Verfügung stehen", erklärte der australische WADA-Chef John Fahey.

"Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass der Einsatz von Regierungen und der Informationsaustausch zwischen offiziellen Behörden und Organisationen sowie den Anti-Doping-Agenturen enorm wichtig ist", so Fahey. (Alle Sport-News)

Teil einer neuen Strategie

Nach der Unterzeichnung des Abkommens mit der weltweit operierenden Polizei-Organisation kommentierte er weiterhin:

"Vor allem wenn es sich um die Aufdeckung von Dopingvergehen handelt, die nicht durch die normalen Testverfahren entdeckt worden wären, ist solch eine Zusammenarbeit sehr wertvoll."

Die Kooperation mit Interpol ist Teil einer neuen WADA-Strategie. Fahey und seine Mitstreiter versprechen sich von der Einbindung von Regierungen und anderen offiziellen Stellen größere Erfolgsaussichten in der Doping-Bekämpfung.

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