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Tyler Hamilton war von 1999 bis 2001 ein wichtiger Helfer bei Armstrongs ersten Tour-Siegen © imago

Der geständige Ex-Radprofi behauptet, das Netz des mutmaßlichen Doping-Arztes habe sich weit über den Radsport erstreckt.

München - Das Netz der mutmaßlichen spanischen Dopingärzte Eufemiano Fuentes und Luis Garcia del Moral hat sich nach Ansicht des früheren Radprofis Tyler Hamilton weit über den Radsport hinaus erstreckt.

Im "ZDF-Sportstudio" sagte der Amerikaner, der als Kronzeuge im Bericht der US-Antidoping-Agentur USADA gegen Lance Armstrong ausgesagt hatte, dass die Sportmediziner auch in Kontakt zu Fußball- und Tennisprofis gestanden hätten.

"Sie haben mir davon erzählt", sagte Hamilton, der in dem Interview erneut offen über seine Dopingpraktiken und die des Pelotons zu Zeiten von Armstrongs inzwischen aberkannten sieben

Tour-Siegen (1999 bis 2005) sprach. "Ich habe meine Familie, meine Freunde und die Öffentlichkeit jahrelang belogen. Das hat mich innerlich beschädigt. Es ist schwer zu ertragen."

"Das wird ich innerlich zerfressen"

Armstrong, der vom Radsport-Weltverband UCI zusätzlich mit einer lebenslangen Sperre belegt worden war, mache dessen Schweigen schwer zu schaffen.

"Lance leidet wie ein Hund, mit der Zeit wird ihn das innerlich zerfressen", sagte Hamilton. Trotz erdrückender Beweise im Bericht der USADA hat Armstrong kein Geständnis abgelegt.

"Es ist ein Prozess. Ich kann für Lance nur hoffen, dass er am Ende mit der Wahrheit rauskommen wird", sagte Hamilton. ( 126156 DIASHOW: Spektakulärste Dopingfälle ).

Fuentes ab 2013 vor Gericht

Die USADA hatte auch gegen Sportmediziner del Moral, der zwischen 1999 und 2003 für das damalige Armstrong-Team US Postal tätig war, eine lebenslange Sperre ausgesprochen.

Fuentes muss sich ab dem kommenden Januar vor einem spanischen Gericht für den als Operacion Puerto bekannt gewordenen Doping-Skandal verantworten. Im Mai 2006 waren bei einer Razzia unter anderem eine große Menge an Blutbeuteln sowie Dopingmittel gefunden worden.

Durch ihre Verwicklung in die Affäre wurden zahlreiche Fahrer von der Tour de France 2006 ausgeschlossen, darunter auch Jan Ullrich.