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Mahela Jayawardene gab 1997 sein Debüt im Nationaltrikot Sri Lankas © getty

Bewaffneter Männer haben im pakistanischen Lahore einen Anschlag auf die Kricket-Nationalmannschaft von Sri Lanka verübt.

Lahore - Bei einem Anschlag auf das Kricket-Nationalteam von Sri Lanka sind im pakistanischen Lahore mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und sieben Spieler sowie ein Assistenztrainer nach Polizeiangaben verletzt worden.

Maskierte hatten in der Nähe des Gaddafi-Stadions 25 Minuten lang mit Raketen, Handgranaten und Maschinengewehren auf den Mannschaftsbus gefeuert.

Unter den getöteten Opfern sollen sich ersten Angaben zufolge zwei Zivilisten und sechs Polizeikräfte befinden, die den Bus auf dem Weg zu einem Spiel gegen die Auswahl Pakistans eskortierten.

Angriff aus dem Hinterhalt

"Erst gab es eine Explosion, dann hörten wir Schüsse. Es wurde auch eine Rakete abgefeuert, die den Bus aber knapp verpasst hat", schilderte ein Spieler der Nachrichtenagentur "afp" die Ereignisse. (Weitere Sport-News)

Nach den Worten des Polizeichefs von Lahore müsse es sich um "gut ausgebildete Terroristen" gehandelt haben. Er machte keine Angaben, was mit den ungefähr zwölf Angreifern, die sich offenbar hinter Bäumen verschanzt hatten, passiert ist.

Sofortige Ermittlungen geplant

Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse verurteilte die Tat als "feigen terroristischen Anschlag" gegen die "Botschafter des guten Willens" seines Landes. Auch Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Yousuf Raza Gilani nannten den Vorfall einen "Terroranschlag".

In einer offiziellen Mitteilung verurteilte die Regierung den Angriff und kündigte "sofortige Ermittlungen" an, um die Verantwortlichen zu finden. (Jetzt Sport1-Newsletter bestellen)

Wie Sportminister Gamini Lokuge verkündete, wolle die Regierung Sri Lankas noch am Dienstag ein Flugzeug chartern um die Verletzten so schnell wie möglich in die Heimat zu holen.

WM-Spiele in Pakistan vor dem Aus

Auch der Kricket-Weltverband International Cricket Council (ICC) reagierte unmittelbar auf die Tat. Bei der Weltmeisterschaft 2011, die in Bangladesch, Indien, Sri Lanka und Pakistan durchgeführt werden soll, werde man keine Spiele in Pakistan austragen, "sofern sich die Zustände hier nicht dramatisch ändern".

Das erklärte ICC-Präsident David Morgan.

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