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Thomas Bach war von 2006 bis 2013 Präsident des DOSB
Thomas Bach wurde 1981 das Bundesverdienstkreuz verlieren © getty

Thomas Bach fordert als letzte Amtshandlung als DOSB-Präsident, eine umfassende Doping-Aufklärung nachzuholen.

München - Die Doping-Aufarbeitung geht weiter:

Nach dem Wirbel um die Studie über "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" hat Thomas Bach in einer seiner letzten Amtshandlungen als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erklärt, es stehe außer Frage, dass die Bearbeitung des Zeitraums 1990 bis 2007 nachgeholt werde.

Doping-Aufarbeitung umfassend

Das erklärte der inzwischen als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne wirkende Jurist in einem Brief an die Initiative "Wir gegen Doping".

Bach ließ wissen: "Auch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat bereits signalisiert, dass es einem solchen Anliegen durchaus positiv gegenüber steht. Allerdings müsste der Auftrag dann erneut ausgeschrieben werden."

Bach behält Studie im Auge

"Ich war spontan erfreut, dass Thomas Bach zusagte, unser generelles Anliegen seinem Nachfolger nahezulegen, und dass er auch als IOC-Präsident dieses Thema angehen will", sagt Claudia Lepping, die zu den 20 erfolgreichen Sportlern aus fünf Jahrzehnten zählt, die den Brief unterschrieben hatten.

Vor allem erfreute Lepping, einst erfolgreiche Sprinterin und heute politische Journalistin in Berlin, dass auch die jüngste deutsche Doping-Vergangenheit von 1990 bis 2007 noch in die Studie einbezogen werden soll.

Glaubwürdigkeit getestet

Ähnlich äußerte sich Heidi Schüller, 1972 bei Olympia in München Sprecherin des Eides der Athleten und Mitglied der Initiative.

Sie meinte außerdem: "Wir werden das Wirken von Thomas Bach als IOC-Präsident in den Glaubwürdigkeitstest einbeziehen."

In ihrem Brief baten die Athleten das DOSB-Präsidium, im Interesse des deutschen Sports umfassende Lehren aus der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" zu ziehen.

Unter ihnen befinden sich die Ex-Weltmeister Antje Buschschulte (Schwimmen), Johannes Bitter (Handball), der frühere 800-m-Europameister Franz-Josef Kemper, dessen Leichtathletik-Kollegin Sylvia Schenk sowie Buchautorin Brigitte Berendonk ("Doping - von der Forschung zum Betrug").

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