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Hängebrücke an der Chinesischen Mauer © Sport2

Viele Menschen, Läufer natürlich, haben sich zusammengetan, um über die Chinesische Mauer zu laufen. Martin, aus dem schönen deutschen Rheinland, hat für uns exklusiv diese Zeilen verfasst. Er war Teil des "Team Germany".

"Eine spannende und geniale Woche liegt nun hinter uns. Wir haben fast jeden Tag ein paar Kilometer Mauer mit allen Sinnen und Muskeln erlebt, sind dabei neben und über sie gelaufen, verfallene und restaurierte Treppen hoch-und heruntergestürmt und haben die Nerven an besonders steilen Stücken sehr nachhaltig gekitzelt. Die Chinesische Mauer trägt etwas ganz Besonderes in sich, denn sie kann aus etlichen Perspektiven faszinieren. Ob die Kultur, Geschichte oder Einzigartigkeit im Fokus des Reisenden stehen, jeder sollte an und auf ihr seine Bereicherung finden können. Letzendlich als Bollwerk gegen einreisewillige Feinde oder ausreisewillige Freunde erbaut, eint sie heute die Nationen. Und dort, wo sie zugänglich ist, strömen bei schönem Wetter Heerschaaren aus der ganzen Welt über sie. Natürlich begegnet man auch Einheimischen, denen das öffentliche Interesse am GreatWall ein Einkommen beschert und denen er Heimat ist. Familien, die sich in den Wachtürmen einen bescheidenen Arbeitsplatz eingerichtet haben und mit vereinten Kräften den Touristen Brauchbares und Schund feilbieten. Und manche betagte Großmutter verwundert dabei mit ihrer Kondition bei der Verfolgung der wandernden Nahrungsquellen über unendliche Stufen. Schmalbrüstige Guides führen interessierte Besucher über die Pfade längs und auf der Mauer und stecken sich dabei ein Pfeifchen oder eine Zigarette an, während die Folgenden schwitzend und prustend nach Atem ringen. Die Mauer lebt!

Unser Team einte sich und jeder war froh, das Kurzerlebnis RunTheWall mit den anderen Läufern zu teilen."

Fotos zum Run the Wall: Martin, Allrad-SpeziAutoren: Martin, Allrad-Spezi

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