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Der in Portugal wohnhafte Nico von Rupp wurde als großer Favorit gehandelt und hielt dem Druck stand. © SPORT1

Seignosse - Der Surfspot an der französischen Atlantikküste war vom 29. September bis zum 2. Oktober 2008 Schauplatz der deutschen Meisterschaften im Wellenreiten. Der Deutsche Wellenreit Verband rief und die nationale Surf-Szene kam aus aller Welt zusammen, um die Besten unter ihnen zu ermitteln.

In den Disziplinen Open, Open Women, Longboard, Longboard Women und Bodyboard Open gingen 188 Surfer an den Start. Zudem kämpften die Master (ab 35 Jahren), die Senioren (ab 28 Jahren), die Junioren (unter 18) und die Grommets (unter 16) um den Titel. In einem Durchlauf gehen immer vier Surfer ins Wasser. Sie kämpfen um Punkte für den aggressivsten Fahrstil und den längsten Wellenritt. Aggressivität allein verspricht aber keine hohe Bewertung der Punktrichter, diese achten nämlich auch auf die technische Ausführung der Manöver.

Surfen zieht immer mehr Menschen in seinen Bann

Die Athleten untermauerten, warum der Surfsport immer mehr Menschen begeistert. Besonders die Starter in der Open Class zeigten mit anspruchsvollen Manövern surfen zum Zungeschnalzen. Der große Favorit Nico von Rupp wurde den Erwartungen gerecht und siegte souverän in den Disziplinen Open und Junior. ?Die Bedingungen sind ein Traum, die Strömung und die Brecher machen mir nichts aus, da werde ich eigentlich erst wach?, so Nico von Rupp.

Sonja Hönscheid ließ ihre Rivalinnen in den Klassen Open Women und Longboard Women hinter sich. Dieter Kuhn steht als Longboarder auf dem Siegertreppchen ganz oben und Pablo Prieto Serrano hat sich bei den Bodyboarder durchgesetzt. Die erst zehnjährige Alexandra Rinder ist neue deutsche Bodyboard-Meisterin, als einzige weibliche Starterin war die Konkurrenz überschaubar.

Die Kleinsten sorgten für viel Begeisterung

Die alten Hasen trumpften mit langjähriger Erfahrung und einem guten Blick für die Welle auf. Thomas Lange verwies im Senioren Finale Gerhard Schlegel, Philipp Rose und Frithjof Gauss auf die Plätze. Bei den Masters zeigte Alan Goffaux den besten Ritt über die Wellen. Aber auch die Nachwuchssurfer in der Juniorenklasse und die ganz jungen Grommets, Sieger Paul Günther, sorgten für Begeisterungsstürme an der Wasserkante.

Positives Resümee der Meisterschaften

?Wir haben spektakuläre Heats und jede Menge Wettkampfspaß gesehen und gezeigt, dass sich das Niveau der deutschen Surfer wirklich sehen lassen kann. Bei soviel Spaß, den die Surfer hatten, bin ich mir sicher, dass wir nächstes Jahr wieder die größten deutschen Meisterschaften feiern werden?, so Jan Groenendijk, Präsident des Deutschen Wellenreitverbandes.

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Von: Tobias CremerFotos: © simco

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