vergrößernverkleinern
Premiere in England: Erstmals stoppte der FIS Snowboard World Cup im Big Air auf der Insel. © SPORT1

London - Peetu Piiroinen gegen Stefan Gimpl. Keine Überraschungen auf der Insel. Der FIS Big Air Weltcup beginnt mit dem ewig jungen Duell der dominierenden Sportler der letzten Jahre. In London gewann der Finne vor dem Österreicher.

Beim Big Air springen die Snowboarder über eine große Schanze und zeigen dabei Tricks. Bewertet werden: Ausführung, Schwierigkeit, Höhe des Sprungs und Landung.

Erstmals machte der World Cup Station in England. Im Londoner Stadtteil Chelsea wurde seit vergangenen Mittwoch ein 35 Meter hohes Ungetüm aus Stahl aufgebaut: die Schanze. Bei der Premiere am Wochenende am 25. Oktober waren alle internationalen Rampencracks vertreten. 71 Snowboarder aus 17 Nationen hatten sich eingeschrieben. Allein der Einzug ins Finale der letzten Zehn war angesichts der prominenten Namen ein Erfolg. Das Staraufgebot lockte 10.000 Kiebitze an die Battersea Power Station.

71 Snowboarder aus 17 Nationen

Im spannenden Finale verwies der Gesamtsieger von 2007 den Titelverteidiger auf den zweiten Platz. ?Peetu war heute unschlagbar?, kommentierte Gimpl den Sieg seines Widersachers, ?auch im Training war er schon der Beste, deswegen hatte er es auch verdient zu gewinnen.? Mit seiner eigenen Leistung war er nicht zufrieden: ?Ich hatte heute kein gutes Gefühl für den Absprung. Am Ende hat mein letzter Sprung noch einmal alles rausgerissen. Deswegen kann ich nicht zufrieden sein.? Trotzdem reichte es souverän für den zweiten Platz, seiner zehnten Podiumsplatzierung bei einem Weltcup.

Der Sieger gab sich wie gewohnt finnisch unterkühlt: ?Es lief ziemlich gut. Aber eigentlich hatte ich das nicht erwartet, denn ich bin anfangs mit dem kleinen Kicker nicht zurechtgekommen und konnte meine Tricks nicht wirklich umsetzen, aber am Schluss lief es besser.? Gimpl und Piiroinen waren, trotz allen Understatements, wieder einmal eine Klasse für sich.

Morgan bester Deutscher

Das Podium komplettierte überraschend der Schweizer Snowboarder Bendikt Nadig. Er freute sich ausgelassen über seinen Erfolg: ?Ich hätte bei dem starken Fahrerfeld nie erwartet, überhaupt ins Finale zu kommen. Als ich es dann war, habe ich mir höchstens einen sechsten oder siebten Platz ausgerechnet.?

Angesichts der starken Konkurrenz erzielte Ethan Morgan, der einzige deutsche Starter, mit Platz 15 ein respektables Ergebnis.

1. Peetu Piiroinen ( FIN ) 51,9 Punkte2. Stefan Gimpl ( AUT ) 50,43. Benedikt Nadig ( CH ) 45,4(...)15. Ethan Morgan ( Miesbach ) 24,4

Mehr Big Air News auf sport2.de

Tobias CremerFotos: © FIS - Oliver Kraus

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel