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Antoine Albeau und Guy Cribbs durchquerten mit ihrem Windsurfbrettern den Ärmelkanal. © SPORT1

Der mehrfache englische Meister Guy Cribb und der zwölffache französische Weltmeister Antoine Albeau durchquerten auf ihren Windsurfboard den Ärmelkanal. Für die 130 km lange Überfahrt benötigten die beiden sechs Stunden. Die Fahrt diente einem guten Zweck.

Nach langer Vorbereitungszeit fiel am 20. Oktober der Startschuss. Die Bedingungen waren optimal. Das heißt, es war stürmisch und das Meer glich einem Gebirge aus Wellen. Um 10.00 Uhr morgens stachen die beiden Windsurfer in See. Vom französischem Cherbourg aus traten sie ihre Überfahrt ins englische Sandbanks Beach an. Ohne Erlaubnis der französischen Behörden. Mit Vollgas segelten sie aus dem französischem Hoheitsgebiet.

Die Ärmelkanalüberquerung führte die Sportler an ihre Leistungsgrenze. "Zwischendurch war mir kalt, ich war seekrank, hatte Krämpfe und überhaupt keine Energie mehr", sagte Guy Cribb nach dem Höllenritt. Drei Meter hohe Wellen reihten sich aneinander und stellten sich ihnen in den Weg. Hinter jeder wartete ein Tal von Kabbelwellen. Das sind chaotisch durcheinander laufende, unberechenbare Wellen, die jedem Segler das Leben schwer machen.

Nicht nur die Naturgewalten stellten sich den zwei Abenteurern in den Weg. Immer wieder tauchten riesige Schemen aus dem grauen Dunst auf. "Die Supertanker kreuzten genau unseren Weg und erschienen zuerst nur als graue Umrisse im Nebel, der die Sicht stark behinderte; dann als bunte Riesen, die sich den Weg durch den Kanal pflügten; ihre Motoren waren sogar noch über dem ächzendem Getöse des Windes zu hören", erklärte Cribb.

Ausgelaugt und erschöpft, spielten die Surfer schon mit dem Gedanken aufzustecken. Aber sie überwanden den inneren Schweinehund. Letztendlich gingen sie um 15.00 Uhr an der englischen Küste an Land.

Die beiden nahmen insgesamt 8 600 Euro ein, die sie dem britischen Ellen MacArthur Trust spendeten. Die Organisation betreut Kinder und Jugendliche nach schwerer Krankheit. Die Genesung soll durch einen Segelkurs gefördert werden. Hintergedanke ist, den Jungs und Mädchen neues Selbstvertrauen zu vermitteln.

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Fotos: Steve Doidge

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