Mit der Anwendung des umstrittenen Anti-Terror-Gesetzes "Section 44" will die britische Regierung bei den Olympischen Spielen 2012 in London das Risiko von Anschlägen mindern.

"Wenn ein ernsthaftes Bedrohungsszenario besteht, werden wir erwägen, an jeder U-Bahn-Station und an jedem Bahnhof die Section-44-Befugnisse zu nutzen", erklärte Olympia-Sicherheitskoordinator Steve Thomas aus dem britischen Innenministerium.

Die Section-44-Gesetze erlauben der Polizei, Personen sowie Fahrzeuge und Gebäude ohne jeglichen Hinweis oder Verdacht auf Verbindungen zu terroristischen Aktivitäten anzuhalten und zu kontrollieren.

Erst im vergangenen Monat hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg diese Gesetzgebung teilweise für rechtswidrig erklärt.

Ebenfalls im Januar hatte Großbritannien für das Königreich angesichts der internationalen Konferenzen über die Sutuationen in Afghanistan und im Jemen in London die zweithöchste Terrorwarnstufe (Anschlag hochwahrscheinlich) ausgegeben.

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