Wegen der Anti-Terror-Bestimmungen der USA und des erhöhten Risikos von "Fahnenfluchten" seiner Sportler hat Kuba seine Teilnahme an den Mayaguez-Spielen für Zentralamerika und die Karibik in Puerto Rico (17. Juli bis 1. August) abgesagt. Kubas Olympia-Komitee teilte den Boykott der Wettbewerbe in dem zum US-Territorium gehörenden Inselstaat am Freitag offiziell mit.

"Unsere Athleten werden sich nicht den Überprüfungen unterziehen, die für Personen aus Ländern vorgesehen sind, die von den USA als Partner der Terrors angesehen werden werden", hieß es in der Erklärung der Kubaner.

Die USA hätten sich außerdem geweigert, die kubanischen Wünsche nach mehr Schutz vor Angriffen auf Delegationsangehörige und einer besonderen Abschottung zur Verhinderung von Fluchtaktivitäten abtrünniger Athleten zu erfüllen: "Wir haben bei früheren Wettbewerben auf Puerto Rico schon keine guten Erfahrungen gemacht."

Bei den Mayaguez-Spielen 1993 im gleichen Land hatten sich 40 Delegationsmitglieder von der kubanischen Mannschaft abgesetzt. Kubas Olympia-Komitee zufolge wären seine Athleten bei Sport-Veranstaltungen in Puerto Rico "anhaltenden Bedrohungen, Provokationen und Angriffen ausgesetzt gewesen und von kubanischen Konterrevolutionären permanent unter Druck gesetzt worden".

Die USA wiesen die Vorwürfe aus Kuba, das von den Vereinigten Staaten zu 14 staatlichen Unterstützern des Terrors gezählt wird, zurück. "Wir haben Kubas Teilnahme nicht blockiert. In Zusammenhang mit den Spielen haben wir allerdings auf die Beachtung unserer Gesetze und Sicherheitsvorschriften geachtet", sagte ein Regierungssprecher.

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