Nach dem Raubüberfall auf das Pokerturnier im Berliner Luxushotel Grand Hyatt haben die Organisatoren das Turnier wie geplant fortgesetzt. Acht Spieler hatten sich für den Finaltag qualifiziert, darunter die beiden Deutschen Marko Neumann und Nico Behling.

"Das war ein großer Schock, doch es geht weiter", sagte Christian Pudzich von der European Poker Tour (EPT). An dem drittgrößten Turnier in der Geschichte der EPT hatte auch Boris Becker teilgenommen. Der dreimalige Wimbledonsieger war jedoch bereits ausgeschieden.

Am Samstag kurz nach 14.00 Uhr waren vier maskierte und bewaffnete Männer in das Hotel am Potsdamer Platz eingedrungen und hatten Mitarbeiter mit Pistolen und Macheten zur Herausgabe von Geld gezwungen. Auf der Flucht kam es zu einem Handgemenge mit Sicherheitsleuten. Dabei verloren die Täter eine Tasche mit einem großen Teil des Geldes. Die Männer sollen nach Medieninformationen letztlich mit 200.000 Euro geflüchtet sein.

Der Veranstalter sprach vom "schwärzesten Tag" in der sechsjährigen Geschichte der EPT. Der Vorfall hatte sich im Foyer vor dem Turniersaal abgespielt. Spieler und Zuschauer hatten fluchtartig den Saal verlassen. Nach Polizeiangaben wurden sieben Personen leicht verletzt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel