Ein hoher Beamter aus Chinas Sportministerium hat die Einführung von Gefängnisstrafen für die Verabreichung von Dopingmitteln an einheimische Athleten gefordert.

"Die Abschreckung für Funktionäre und Trainer reicht nicht aus. Wir müssen uns derzeit damit begnügen, Sperren oder andere Strafen auszusprechen, aber sonst nichts. Es gibt lediglich bestimmte Querverbindungen zum Strafgesetz, aber unser Strafgesetz hat keine Vorgaben für den Doping-Bereich. Aber wenn die Abgabe von verbotenen Substanzen ein Verbrechen wird, dann besteht auch die Möglichkeit einer Bestrafung durch Gefängnis", sagte Ministerialdirektor Jiang Zhixue aus der Abteilung Wissenschaft und Erziehung der staatlichen Nachrichtenagentur "Xinhua".

Laut Jiang waren 2009 von insgesamt 14.042 Dopingproben der chinesischen Anti-Doping-Agentur - 13.336 Urin- und 706 Blutkontrollen - 25 positiv. Für das laufende Jahr kündigte der Beamte eine Intensivierung der Dopingbekämpfung vor allem auf Provinz- und Lokalebene an.

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