Trabrennfahrer Frank Terhardt ist am Donnerstagabend auf der Bahn in Gelsenkirchen schwer verunglückt und musste an Ort und Stelle vom Notarzt reanimiert werden.

Der 48 Jahre alte Landwirt war Mitte des Rennens aus dem Sulky gekippt und von drei nachfolgenden Gespannen überrollt worden. Er wurde auf der Intensivstation des Gelsenkirchener Marienhospitals ins künstliche Koma versetzt.

Terhardt erlitt beidseitig Trümmerbrüche an den Rippen, eine Leberstauchung und einen Riss im Lungengewebe. Sein Zustand ist stabil, er soll aber für mindestens eine Woche im künstlichen Koma gehalten werden.

Ein anderer Fahrer hatte berichtet, dass Terhardt plötzlich zusammengesackt und kurz darauf aus dem Sulky gefallen sei. NachAngaben des Veranstalters hat der dreifache Familienvater vermutlich einen Herzinfarkt erlitten.

Die Ärzte erklärten später, Terhardts Herztätigkeit sei derzeit stabil. Der Trabrennsport hat in der Familie Terhardt eine lange Tradition, die bereits fünf Generationen zurückreicht. Frank Terhardts Vater Willi war ebenfalls ein bekannter Amateurfahrer.

Zusammen kauften Vater und Sohn vor einigen Jahren den heute achtjährigen Hengst Noble Feeling, mit dem Terhardt auch am Donnerstagabend am Start war.

Frank Terhardt, der in seiner bisherigen Karriere mehr als 70 Siege einfuhr, lebt mit seiner Familie in Rheinberg. Er betreibt dort als Landwirt eine kleine Rinderzucht.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel