Weltmeister Viswanathan Anand (Indien) hat bei der Schach-WM in Sofia sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt und einen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht.

In der vierten Partie gegen den bulgarischen Herausforderer und Lokalmatadoren Wesselin Topalow siegte der "Tiger von Madras" zum zweiten Mal mit den weißen Steinen und führt nun 2,5:1,5. Nach 3:30 Stunden und 32 Zügen blieb Topalow, der überraschend die Auftaktpartie gewonnen hatte, nur noch die Aufgabe.

Die nächste Runde im WM-Duell, das auf zwölf Partien angesetzt ist, findet am Freitag statt. Bei einem 6:6-Gleichstand würde am 13. Mai ein Tiebreak folgen. Der 35 Jahre alte Herausforderer und der 40-jährige Anand spielen um ein Preisgeld von 1,2 Millionen Euro und damit um die höchste Prämie der WM-Geschichte.

Die Kontrahenten wählten wie in der zweiten Partie die Katalanische Eröffnung. Allerdings wich Topalow in seinem 5. Zug von der Vorgängerpartie ab. Im 22. Zug kam der entscheidende Moment, als Anand sich entschloss, durch ein Springeropfer die Königsstellung seines Gegners zu zerstören. Topalow wehrte sich in Folge nach Kräften, am Ende war er jedoch erfolglos.

In den ersten beiden Begegnungen hatten die Kontrahenten mit den weißen Steinen jeweils einen Sieg erzielt. Am Samstag hatte Topalow beim Auftakt in seiner Heimat Anand förmlich überrannt und nach nur 2:20 Stunden und 30 Zügen den Inder zur Aufgabe gezwungen. Die dritte Partie hatte am Mittwoch mit einem Remis geendet.

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