Der Gentleman-Sport Snooker wird von einem Skandal erschüttert: Der Weltverband WPBSA hat den dreimaligen Weltmeister John Higgins (Schottland) wegen des Verdachts der Spielmanipulation mit sofortiger Wirkung von allen professionellen Turnieren ausgeschlossen.

Das gab der Verband wenige Stunden vor dem Beginn des WM-Finales in Sheffield zwischen Neil Robertson (Australien) und Graeme Dott (Schottland) bekannt.

Higgins, der im Crucible Theatre im Achtelfinale an der englischen Snooker-Legende Steve Davis gescheitert war, wird vorgeworfen, eine Verabredung zur Spielmanipulation getroffen zu haben.

Ein Video, das die englische Tageszeitung "News of the World" veröffentlichte, soll Higgins und seinen Manager Pat Mooney dabei zeigen, wie sie zustimmen, dass der Spieler für umgerechnet 300.000 Euro mehrere Frames verlieren soll. Die Manipulation sollte im Laufe dieser Saison erfolgen.

"Obwohl wir nicht sagen, dass er schuldig ist, sind es Anschuldigungen, auf die er antworten muss", sagte der Vorsitzende der WPBSA, Barry Hearn. Die Sperre gegen Higgins gelte, solange die Untersuchungen andauern. Mooney habe sich aus der Führung der WPBSA bereits zurückgezogen.

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