Die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) hat am Mittwoch im Sportausschuss des Bundestages ihr neues Finanzierungsmodell vorgestellt. Das Konzept, das Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Ilgner und Aufsichtsrats-Vorsitzender Werner E. Klatten in Berlin erläuterten, soll künftig deutlich mehr Mittel erschließen.

Aktuell unterstütze die DSH den Spitzensport hierzulande mit elf bis zwölf Millionen Euro pro Jahr, so Ilgner. Das solle gehalten und ausgebaut werden.

Seit der Gründung 1967 wurden über 40.000 Sportler in über 50 Sportarten mit über 350 Millionen Euro gefördert. Mit großem Erfolg: 90 Prozent der deutschen Erfolge bei EM, WM und Olympischen Spielen wurden von Sporthilfe-geförderten Athleten erzielt, darunter 210 Olympia-Goldmedaillen.

Nach Angaben von Ilgner sind die Bruttoerträge der Deutschen Sporthilfe seit 2006 (15,2 Mio Euro) annähernd gleich geblieben. Sie setzen sich aber jetzt ganz anders zusammen. Einnahmen aus der "GlücksSpirale" und aus Sportbriefmarken gingen von 9,1 auf 5,2 Millionen Euro drastisch zurück. "Deshalb brauchen wir neue, kreative Ideen und Aktionen, um die finanzielle Absicherung zu garantieren", sagt Ilgner.

Zur Generierung neuer Mittel startete die DSH im Januar 2010 die Kampagne "Dein Name für Deutschland", in der nicht nur große Unternehmen als Sponsor gewonnen werden sollen, sondern die Bevölkerung zum Mitmachen aufgerufen wird. Mit einem Monatsbeitrag von nur 3 Euro kann jeder Bürger offizieller Unterstützer der deutschen Spitzensportler werden.

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