Die deutschen Florettfechterinnen und die Säbelherren haben bei der Heim-EM in Leipzig mit Silber und Bronze überrascht und dem Deutschen Fechter-Bund die Medaillen Nummer vier und fünf beschert.

Das Damenteam mit Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Sandra Bingenheimer und Martina Zacke verlor zwar das Finale gegen Weltmeister und Titelverteidiger Italien 26:45, rehabilitierte sich aber für den Einzelwettbewerb. Dort waren alle Fechterinnen ohne Medaille geblieben.

Zuvor hatten bereits die Säbelherren um Weltmeister Nicolas Limbach ihre starke Leistung mit Edelmetall gekrönt. Limbach, Benedikt Beisheim, Max Hartung und Björn Hübner besiegten im Gefecht um Platz drei 45:38 und holten mit Bronze die vierte Medaille für Deutschland.

"Das war unglaublich. Natürlich waren wir nach dem Halbfinale enttäuscht, aber wir verlieren und gewinnen zusammen", sagte Limbach nach dem Gewinn der Bronzemedaille.

Für die große Überraschung hatten die deutschen Damen im Halbfinale gesorgt, als sie Olympiasieger und Vize-Weltmeister Russland überraschend deutlich 37:25 besiegten. Im Viertelfinale gegen Ungarn setzte Wächter im Sudden Death den entscheidenden Treffer zum 32:21

Die Säbel-Herren revanchierten sich in der Runde der letzten acht mit einem 45:36-Sieg gegen Olympiassieger Frankreich für die Viertelfinal-Niederlage bei der EM im Vorjahr. Im Halbfinale verloren sie allerdings gegen Vize-Weltmeister und Titelverteidiger Italien trotz zwischenzeitlich hoher Führung 37:45 verloren.

Bisher hat es für die deutschen Fechter in Leipzig dreimal Edelmetall gegeben. Neben Limbach gewann Säbelfechterin Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim) überraschend Bronze. Am Sonntag hatte Imke Duplitzer (Bonn) im Degen für den ersten deutschen EM-Titel gesorgt.

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