Wie erwartet ohne den viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum fliegen die deutschen Springreiter zur WM nach Kentucky (25. September bis 10. Oktober).

Stattdessen führt seine Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum nach ihrem zweiten deutschen Meistertitel die Equipe an.

Bundestrainer Otto Becker und die Arbeitsgruppe Spitzensport des Ausschusses Springen des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) gaben am Mittwoch das Aufgebot bekannt und verzichteten auf Beerbaum, der am Sonntag in Münster mit seiner neunjährigen Stute Gotha nach vier Abwürfen in vier Runden nur Platz 15 belegt hatte.

Neben Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), die in Münster nur sechs Monate nach der Geburt ihrer Tochter triumphiert hatte, und ihrem Pferd Checkmate berief Becker Marcus Ehning (Borken) mit Plot Blue, Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cash und Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina.

Als Reservepaar reisen Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Cellagon Lambrasco nach Kentucky.

Ludger Beerbaum hatte Becker unmittelbar nach der deutschen Meisterschaft zwar noch mit Gotha und Coupe de Coeur auf die Longlist für den erweiterten Kader gesetzt.

Der 46 Jahre alte Beerbaum hatte die WM aber bereits abgehakt und angekündigt, seine Karriere nicht wie eigentlich geplant nach den Olympischen Spielen 2012 in London zu beenden.

"Warum sollte ich nicht bei den Weltreiterspielen 2014 in Frankreich starten? Dann ist mein Pferd Gotha im besten Alter", sagte Beerbaum.

Der WM-Titel ist der einzige, der Beerbaum in seiner Erfolgssammlung noch fehlt.

Seit der WM 1990 in Stockholm war er bei den Weltreiterspielen immer am Start gewesen.

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