Olympiasieger Ole Bischof hat die erhoffte Medaille bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio klar verpasst. Der Reutlinger unterlag bereits in der zweiten Runde der Gewichtsklasse bis 81 kg Ex-Weltmeister Guillaume Elmont.

Gegen den erfahrenen Niederländer lief der 31-Jährige nach 66 Sekunden Kampfzeit in einen Konter und musste sich vorzeitig geschlagen geben.

"Natürlich ist die Enttäuschung riesig, schließlich bin ich in Topform hier angetreten. Elmont war der stärkste ungesetzte Kämpfer im Feld, er liegt mir als Gegner einfach nicht. Sein entscheidender Wurf war aber schon absolut klasse", sagte Bischof.

Im neunten Duell mit Elmont war es seine neunte Niederlage. In Runde eins hatte sich Bischof, 2009 in Rotterdam noch WM-Dritter, souverän gegen den Moldauer Valeriu Duminica durchgesetzt. Gold holte sich der Südkoreaner Kim Jae-Bum, den Bischof im Olympia-Finale von Peking bezwungen hatte.

Auch bei den Frauen ging der Deutsche Judo-Bund (DJB) am zweiten Wettkampftag leer aus. In der Klasse bis 70 kg unterlag Kerstin Thiele (Leipzig) nach einem Freilos in Runde eins der Russin Margarita Gurtsijewa bereits nach 28 Sekunden durch eine große Wertung (Ippon). Die zum Auftakt ebenfalls kampflose Iljana Marzok (Berlin) unterlag in der gleichen Gewichtsklasse verlor in ihrem ersten Duell nach 2:01 Minuten Mylene Chollet aus Frankreich.

Den Weltmeistertitel sicherte sich Choletts Landfrau Lucie Decosse, die bereits 2005 eine Gewichtsklasse tiefer WM-Gold geholt hatte. In der Klasse bis 90 kg der Männer sicherte sich der Grieche Ilias Iliadis sechs Jahre nach seinem Olympiasieg von Athen erstmals den Weltmeistertitel. Deutsche Kämpfer waren nicht am Start.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel