Die deutsche Sportpolitik trauert um Karlheinz Gieseler. Der frühere Generalsekretär des Deutschen Sportbundes (DSB) starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in Neu-Isenburg. Das teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Montag auf seiner Homepage mit. Gieseler war bis zu seinem Tod dem Sport verbunden.

Der in Mecklenburg geborene Gieseler begann seine berufliche Laufbahn als Journalist. Unter dem DSB-Präsidenten Willi Daume startete Karlheinz Gieseler 1959 als Pressereferent des DSB seine Karriere im organisierten Sport. 1964 wurde er Hauptgeschäftsführer der Dachorganisation, woraus später die Amtsbezeichnung Generalsekretär wurde.

Mehr als drei Jahrzehnte hat Gieseler die DSB-Geschichte mitgeprägt. In seiner Amtszeit hat sich die Mitgliederzahl von 6,5 Millionen auf knapp 21 Millionen erhöht, und der Sport ist zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Faktor geworden.

Im Dezember 1989 wurde Gieseler offiziell vom Posten des Generalsekretärs verabschiedet. Einer seiner Wegbegleiter sagte anlässlich seiner Verabschiedung: "Er hat dem Sport gedient - ohne Diener gewesen zu sein."

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