Die indische Polizei hat am Dienstag die Häuser von Spitzenfunktionären der Commonwealth-Spiele 2010 in Neu-Delhi durchsucht.

Die Spiele im Oktober in der indischen Hauptstadt sehen sich mit massiven Korruptionsvorwürfen konfrontiert, nachdem die Gesamtkosten von ursprünglich zwei auf geschätzte sechs Milliarden Dollar explodiert waren.

Insgesamt sollen rund 1,8 Milliarden Dollar zweckentfremdet worden sein.

Zu den am Dienstag durchsuchten Räumlichkeiten gehörten neben den Büros des Organisationskomitees auch die Häuser des Generaldirektors V.K. Verma und des Generalsekretärs Lalit Bhanot.

Bereits im Vormonat waren Steuerfahnder bei mehreren Firmen vorstellig geworden, die an der Errichtung von Sportstätten mitgewirkt hatten.

Letzte Woche verhaftete die Polizei den im August entlassenen Schatzmeister M. Jayachandran.

Chef-Organisator Suresh Kalmadi musste Anfang des Monats seinen Hut bei der in Indien herrschenden Kongresspartei INC nehmen.

Die Commonwealth-Spiele, an denen Sportler aus 71 Nationen teilnahmen, waren die kostspieligsten der Geschichte.

Neben Organisationspannen und verseuchtem Wasser, das zur Erkrankung Dutzender Athleten führte, gab es in Neu-Delhi unter anderem vier Dopingfälle.

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