Am Protest von Bundesliga-Profis aus mehreren Ballsportarten gegen Regularien des Anti-Doping-Kodex am 2. Weihnachtsfeiertag haben sich auch mehrere deutsche Basketballer beteiligt.

Bei der Spielervereinigung spin ging Geschäftsführer Jonas Bär-Hoffmann am Montag davon aus, "dass ungefähr 20 Spieler sich an der Aktion beteiligt haben". Bär-Hoffmann erläuterte seine Schätzung damit, dass "wir im Vorfeld an unsere Spieler aus den Nationalkadern herangetreten sind und positive Rückmeldungen erhalten haben".

Mitglieder von spin und der Handballer-Vereinigung Goal hatten am vergangenen Sonntag nach Punktspielen ihrer Vereine wie im Vorfeld angekündigt öffentlichkeitswirksam die Anschriften ihrer Organisationen als Adresse für unangekündigte Doping-Kontrollen angegeben.

Beide Interessenvertretungen nennen als Ziel der Aktion einen Dialog mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) über die Meldepflichten für ihre Profis und deren Vereinheitlichung auf internationaler Ebene.

Sowohl spin als auch Goal gaben weiter an, dass der Protest gegen die sogenannte Ein-Stunden-Vorschrift, nach der Aktive aus bestimmten Sportarten den Kontrolleuren für jeden Tag eine Stunde der Erreichbarkeit angeben müssen, lediglich ein Symbol sein sollte.

Basketballer und Handballer sind dieser Regel nämlich nicht unterworfen. In diesen Sportarten fordert die NADA für drei Monate im Voraus Informationen über den regelmäßigen Wohnort der Spieler sowie deren Termine für Trainingslager und Urlaube an.

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