Die Commonwealth-Spiele 2010 in Neu-Delhi stehen weiter im Schatten von massiven Korruptionsvorwürfen gegen die Veranstalter. Die indische Polizei hat am Mittwoch OK-Chef Suresh Kalmadi über mögliche Verwicklungen in den möglichen Skandal verhört.

Bereits Ende November hatte die Polizei Häuser von Spitzenfunktionären der Commonwealth-Spiele durchsucht. Die Spiele im Oktober in der indischen Hauptstadt sollten ursprünglich rund zwei Milliarden Dollar kosten, verursachten aber im Endeffekt Gesamtkosten von geschätzten sechs Milliarden Dollar. Insgesamt sollen rund 1,8 Milliarden Dollar zweckentfremdet worden sein.

Die Spiele, an denen Sportler aus 71 Nationen teilnahmen, waren die somit kostspieligsten ihre Geschichte. Neben Organisationspannen und verseuchtem Wasser, das zur Erkrankung Dutzender Athleten führte, gab es in Neu-Delhi unter anderem vier Dopingfälle.

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