Der 34. America's Cup 2013 vor der Küste San Franciscos wird wohl ohne die deutsch-französische Kampagne All4One mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann ausgesegelt.

"Das ist ein unerreichbares Ziel im Moment", sagte der 56-Jährige.

Erst vier Teams wollen sich aus Kostengründen bislang zwischen der berühmten Golden Gate Bridge und der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz mit Titelverteidiger Oracle messen.

Ende letzten Jahres hatte überraschend das eigentlich fest eingeplante britische Team Origin abgesagt. Bis zum 31. März können sich weitere Herausforderer anmelden.

Schümann und Co. konzentrieren sich mit der All4One zunächst auf die im Frühjahr beginnende Med-Cup-Serie. "Wir haben zwar grundsätzlich Interesse, aber es hat sich beim America's Cup viel verändert", sagte der französische Syndikats-Chef Stephane Kandler.

"Wenn es passt, würden wir das natürlich machen. Wir sind immer für weitere Plattformen offen. Wir müssen abwarten, was sich in den nächsten Monaten tut."

Ähnlich sieht es Sportdirektor Schümann, der den America's Cup 2003 und 2007 mit der Schweizer Kampagne Alinghi gewonnen hatte. "Die müssen sich erstmal selbst einigen. Die werden sich sehr schwer tun", sagte Schümann.

Wegen des Theaters um die Austragung des prestigeträchtigen Wettbewerbs übte er aber auch deutliche Kritik: "Sie haben das hohe Niveau von 2007 zerstört. Es sind andere Boote, andere Technologien und andere Techniken, die in erster Linie für die Entwickler interessant sind."

Oracle Racing hatte das Recht zur Wahl des Schauplatzes im vergangenen Jahr durch den Sieg gegen Titelverteidiger Alinghi errungen.

Der 33. Auflage vor Valencia war ein langer Gerichtsstreit zwischen den beiden Kampagnen vorausgegangen.

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