Die Bewerbungsgesellschaft um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in München 2018 hat die Vorwürfe des Bund Naturschutz (BN) in Bayern und des Deutschen Naturschutzrings (DNR) scharf zurückgewiesen.

"Das Bid Book ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses, an dem rund 200 Experten beteiligt waren. Die Inhalte wurden von Ministerien in Land und Bund geprüft. All diese Fachleute der Lüge zu bezichtigen, ist schon ein starkes Stück. Und natürlich völliger Unsinn", sagte Geschäftsführer Bernhard Schwank.

"Wenn der DNR uns heute unterstellt, wir hätten ihn zu Unrecht im Bid Book genannt, dann ist das nicht richtig", so Schwank weiter, der DNR habe in der Fachkommission Umwelt mitgearbeitet.

Falsch sei auch die Stellungnahme des BN zum Budget der Spiele.

Er bewerte in unzulässiger Weise Ausgaben für Investitionen oder Infrastrukturmaßnahmen, die gar nicht durch die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgelöst würden als Olympiaausgaben, so die Bewerbungsgesellschaft.

Der BN und die Gesellschaft für ökologische Forschung (GöF) hatten in einer Mitteilung scharfe Kritik geübt. "Dieses Buch bestätigt unsere bisherige Kritik an der Bewerbung noch mehr als wir erwartet hatten: überprüfbare Fakten sind rar, stattdessen stößt man auf Fehler und permanente Übertreibungen", hieß es darin.

Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN forderte eine "offizielle Korrektur des Bid Books durch die Bewerbungsgesellschaft, in der unter anderem richtig gestellt wird, dass der DNR nicht mehr dabei ist".

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