Der neue Aufsichtsrat der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat sich in Bonn konstituiert und den Rechtswissenschaftler Martin Nolte sowie Lars Mortsiefer als NADA-Vorstand berufen. Nolte fungiert als Vorsitzender des Vorstandes, der bisherige NADA-Justiziar Mortsiefer als Mitglied.

Der Aufsichtsrat beschloss zudem, sich im weiterhin laufenden Bewerbungsverfahren zur langfristigen Besetzung des Vorstandes extern beraten zu lassen.

Bis zu der nun vollzogenen Strukturreform hatte die NADA einen ehrenamtlichen Vorstand und einen hauptamtlichen Geschäftsführer.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder mit ihrem Vorsitzenden Armin Baumert bringen ihre Kompetenz künftig in beratende Kommissionen im Bereich Dopingkontrollsystem, Prävention, Recht und Medizin ein.

"Die Funktionsfähigkeit des Tagesgeschäfts ist durch die beiden Vorstandsmitglieder nahtlos gewährleistet und die NADA hat auch in den letzten Wochen weitere Fortschritte gemacht", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Hölz.

Als erster olympischer Fachverband hat der Bund Deutscher Radfahrer rückwirkend ab 1. Januar 2011 bei Dopingverstößen von BDR-Athleten der NADA das Vorgehen von der ersten Anhörung bis zur Verfahrenseinleitung übertragen.

Die NADA betreibt auch das erstinstanzliche Sanktionsverfahren vor der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS).

Inzwischen hat die NADA weiteren Verbänden vergleichbare Angebote vorgelegt. Ziel ist es, ein sportunabhängiges, gerechtes und einheitliches Verfahren zu gewährleisten, das in eine harmonisierte Sportrechtsprechung mündet.

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