Die deutschen Schützen haben beim Weltcup in Sydney zwei weitere Bronzemedaillen gewonnen, einen weiteren Quotenplatz für London 2012 aber verpasst.

Henri Junghänel aus Breuberg belegte im Liegendschießen mit dem Kleinkalibergewehr ebenso wie der dreimalige Olympiasieger Ralf Schumann mit der Schnellfeuerpistole den dritten Rang. Trotz der guten Resultate konnten weder Junghänel noch Schumann einen weiteren Olympia-Startplatz für den Deutschen Schützenbund (DSB) sichern.

Junghänel musste sich lediglich dem siegreichen Chinesen Weiyi Wang (703,4 Ringe) und Eric Uptagrafft aus den USA (703,2) geschlagen geben. Der 23-jährige Hesse erreichte als Dritter 700,8 Ringe.

Eine Premiere gab es im Wettbewerb mit der Schnellfeuerpistole. Zum ersten Mal wurde bei einem Weltcup die neue Finalregelung angewandt. Im neuen "Hit or Miss"-Finale - alle Ringzahlen ab 9,7 werden als Treffer gewertet, Ergebnisse darunter als Fehler - schaffte es Schumann mit 24 Treffern auf Rang drei. Erfolgreicher als der beste Schnellfeuerschütze der letzten zwei Jahrzehnte waren nur Martin Podhrasky aus Tschechien (33 Treffer) und der Russe Wlatscheslaw Kaliuni (31).

In beiden Wettbewerben gingen die Quotenplätze für London jeweils an die beiden erstplazierten Verbände. Am vergangenen Freitag hatte Stefan Rüttgeroth (Gieboldehausen) Bronze im Trapschießen gewonnen und damit den ersten DSB-Quotenplatz für die Sommerspiele 2012 bei den Wurftaubenschützen gesichert.

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