Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann hat nach zahlreichen vergeblichen Anläufen ihre Titelsammlung vervollständigt.

Bei den deutschen Degen-Meisterschaften in Tauberbischofsheim gewann die Goldmedaillengewinnerin von Peking 2008, Weltmeisterin 2007 und Europameisterin 2009 ihren ersten nationalen Titel.

"Ich freue mich tierisch", sagte die 28-Jährige nach ihrem Sieg. Bisher hatte sie viermal Platz zwei belegt, lediglich 2008 gewann sie mit der Mannschaft. "Insgeheim hatte ich damit schon abgeschlossen, dass ich noch einmal gewinnen werde", sagte Heidemann.

Bei den Herren holte sich Heidemanns Leverkusener Teamkollege Christoph Kneip ebenfalls seine erste deutsche Meisterschaft. Er bezwang im Finale den favorisierten Leipziger Jörg Fiedler 15:12. "Man muss wohl erst reifen, um einen Titel zu holen", sagte der 31-Jährige nach seinem ersten Triumph auf nationaler Bühne.

Bei der Generalprobe vor der im Mai beginnenden Olympiaqualifikation besiegte Heidemann, die seit fast einem Jahr auf einen Podestplatz bei einem Weltcup-Turnier wartet, im Finale Lokalmatadorin Beate Christmann 6:5 im sudden death. Im Halbfinale hatte sie die Europameisterin und Titelverteidigerin Imke Duplitzer (OFC Bonn) mit 9:7 bezwungen.

Duplitzer hatte unter der Woche für Aufmerksamkeit gesorgt, als sie nach einer Kampfabstimmung zur neuen Präsidentin ihres Bonner Vereins gewählt wurde.

Im Mannschaftswettbewerb feierte der Heidenheimer SB einen Doppelsieg. Bei den Herren setzten sich die Württemberger im Finale gegen Bayer Leverkusen mit 35:34 nach sudden death durch.

Im letzten Gefecht gab ausgerechnet Kneip gegen Niklas Multerer den Sieg trotz eines Vorsprungs von vier Punkten noch aus der Hand. Bei den Damen setzte sich Heidenheim mit 31:21 gegen den OFC Bonn durch.

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