Die deutschen Gewichtheber haben am Schlusstag der Europameisterschaften im russischen Kasan ihre Medaillenbilanz nicht aufpolieren können.

Im letzten Wettbewerb der Frauen landete Kathleen Schöppe dreimal auf dem undankbaren vierten Platz. In der Klasse über 75 Kg bewältigte die 28-jährige 231 kg und verpasste eine Medaille um 18 kg. Im Stoßen fehlten Schöppe mit 131 kg fünf Kilo auf Bronze, im Reißen schaffte die Chemnitzerin 100 kg und verfehlte den dritten Rang um 13 kg.

Im Abschlusswettbewerb der Frauen war die Russin Tatjana Kaschirina mit zwei Weltrekorden die überragende Athletin.

Im Zweikampf steigerte die 20-Jährige die Marke der chinesischen Olympiasiegerin Jang Mi Ran um ein auf 327 Kilo. Im Reißen überbot Kaschirina ihren eigenen Weltrekord mit 146,0 ebenfalls um ein Kilogramm. Ihr drittes Gold holte Kaschirina im Stoßen mit 181 kg.

Bei den Männern freute sich der Russe Dmitri Lapikow in der Klasse über 105 kg über doppeltes Gold. Im Zweikampf setzte sich der 29-Jährige mit 419 kg vor Ihor Schimechko (Ukraine) mit 412 kg und Jiri Orsag (Tschechien) mit 410 kg durch.

Auch im Stoßen ging Gold mit 227 kg an Lapikow. Im Reißen war Schimechko mit 195 kg nicht zu schlagen. Deutsche Athleten war nicht vertreten.

Die ohne Olympiasieger Matthias Steiner angereiste deutsche Mannschaft nimmt damit lediglich zwei Bronzemedaillen von den Titelkämpfen mit nach Hause. Bei den kontinentalen Meisterschaften im Vorjahr in Minsk (Weißrussland) standen die deutschen Gewichtheber noch dreimal auf dem Treppchen.

Dass die deutsche Nationalmannschaft Kasan nicht mit leeren Händen verlässt, hatte sie der 21 Jahre alten Julia Rohde zu verdanken. Die U-23-Europameisterin aus Görlitz hatte sich in der Gewichtsklasse bis 53 kg sowohl im olympischen Zweikampf mit 187 kg als auch im Reißen mit 83 kg Bronze gesichert.

Im Stoßen wurde Rohde mit 104 kg immerhin noch Vierte.

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