Youngster Judd Trump hat seinen Siegszug bei der Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield fortgesetzt und erstmals das Finale erreicht.

Der 21-Jährige aus dem englischen Bristol setzte sich im Crucible Theater in der Vorschlussrunde gegen den Chinesen Ding Junhui nach einem hochklassigen Marathon-Match mit 17:15 Frames durch.

Gegner im Endspiel ("best of 35") ist der umstrittene Schotte John Higgins (35). Der dreimalige Weltmeister setzte sich gegen den Waliser Mark Williams mit 17:14 durch.

Der ehemalige Weltranglistenerste Higgins war im Mai 2010 wegen des Verdachts der Spielmanipulation vom Weltverband WPBSA gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 88.000 Euro (75.000 Pfund) verurteilt worden.

Higgins hatte anschließend beteuert, er habe in seiner 18-jährigen Profikarriere "niemals einen Stoß absichtlich verzogen oder eine Kugel vorsätzlich nicht eingelocht".

Die meisten Sympathien liegen daher auch beim "Jungspund". Judd Trump ist der Newcomer der Saison und hat bereits sensationell die China Open gewonnen.

In Sheffield setzte sich der Höhenflug gleich fort. In Runde eins schaltete Trump keinen Geringeren als den australischen Titelverteidiger Neil Robertson mit 10:8 aus.

Es folgten klare Erfolge im Achtelfinale gegen Martin Gould (13:6) und im Viertelfinale gegen Ex-Weltmeister Graeme Dott (13:5).

"Er locht und locht und locht", sagte John Higgins ehrfurchtsvoll über seinen englischen Kontrahenten Trump, "er ist ein Spielertyp, auf den jetzt alle schauen. Judd ist der neue Wunderspieler, den der Sport braucht."

Aber auch der Weg des Schotten John Higgins ins Finale kann sich sehen lassen. Nach Siegen gegen Stephen Lee (10:5) und Rory McLeod (13:7) kam es zum Showdown im Viertelfinale gegen Ronnie "The Rocket" O'Sullivan, den Higgins nach harter Gegenwehr des Superstars mit 13:10 für sich entschied.

Higgins, der "Wizard of Wishaw", wurde 1998, 2007 und 2009 Weltmeister. Insgesamt hat er 21 Weltranglisten-Turniere gewonnen und bereits fünf perfekte 147er-Breaks gespielt.

Traditionell wird in Sheffield das WM-Finale in maximal vier Sessions am Sonntag und Montag ausgetragen.

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