Ein indisches Gericht hat die Haftstrafe für Suresh Kalmadi, den Chef des Organisationskomitees der Commonwealth-Spiele 2010, um 14 Tage verlängert.

Der 66-Jährige, der Ende April wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen wurde, wird in das Tihar-Gefängnis nahe der Hauptstadt Neu-Delhi gebracht. Im größten Gefängnis-Komplex des Subkontinents warten bereits zahlreiche Verantwortliche der Spiele auf ihr Gerichtsverfahren.

Kalmadi war im April nur einen Tag nach seiner Festnahme vom Nationalen Olympischen Komitee Indiens von seinen Aufgaben entbunden worden. Ihm wird vorgeworfen, einer Schweizer Firma, die unter anderem Equipment für Zeitmessungen herstellt, einen unangemessen hoch dotierten Vertrag mit einem Volumen von 31 Millionen Dollar zugeschanzt zu haben. Kalmadi weist alle Vorwürfe von sich.

Die Spiele, an denen im vergangenen Oktober Sportler aus 71 Nationen teilnahmen, waren die kostspieligsten ihrer Geschichte. Zudem sollen insgesamt rund 1,8 Milliarden Dollar zweckentfremdet worden sein. Daneben gab es Organisationspannen, verseuchtes Wasser, das zur Erkrankung Dutzender Athleten führte, und vier Dopingfälle.

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