Auch ohne den verletzten Vizeweltmeister Nicolas Limbach haben die deutschen Säbelfechter eine großen Schritt in Richtung Team-Qualifikation für die Olympischen Spiele in London gemacht.

Beim Weltcup in Madrid holte das Quartett Björn Hübner, Max Hartung, Benedikt Beisheim und Benedikt Wagner den ersten Saisonsieg. In einem hochklassigen Finale bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Vilmos Szabo Weißrussland mit 45:39.

"Die Jungs haben schon vorher angedeutet, was sie drauf haben, aber das war sensationell", sagte Szabo, dessen Team im Turnierverlauf unter anderem Vizeweltmeister Italien regelrecht deklassiert hatte.

Der Ausfall von Limbach, der nach einem Muskelfaserriss noch nicht vollständig genesen war, fiel nicht merkbar ins Gewicht. Mit dem Erfolg schob sich das deutsche Team auf Platz drei der Weltrangliste vor.

Um sich sicher für die Olympischen Spiele in London 2012 zu qualifizieren, müssten sie mindestens Fünfte werden. Dann wären auch drei Säbelfechter für den Einzelwettbewerb startberechtigt.

Schon am Samstag im Einzel hatte vor allem Hübner überzeugt. Der 25-Jährige musste sich erst im Viertelfinale dem späteren Gesamt-Zweiten Julien Pillet aus Frankreich mit 9:15 geschlagen geben und belegte Platz acht.

"Eine ausgezeichnete Leistung von Björn. Er hat erneut bewiesen, dass mit ihm immer zu rechnen ist", sagte Szabo.

Beim Degen-Weltcup in Stockholm erreichte am Sonntag Martin Schmitt als bester Deutscher das Viertelfinale. Dort unterlag er dem Esten Nikolai Novosjolow mit 5: 15 und belegte im Endklassement Platz sieben.

Der Weltranglisten-Vierte Jörg Fiedler aus Leipzig kam dagegen nicht über Platz 17 hinaus.

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