Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) übertragen ihre Dopingverfahren an die Nationale Anti Doping Agentur (NADA).

Diese kümmert sich um den gesamten Prozess von der ersten Anhörung bis hin zur Verfahrenseinleitung.

Zusätzlich soll sie das erstinstanzliche Sanktionsverfahren vor der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) betreiben.

"Ich begrüße die Vereinbarung, weil gerade die Prüfung und Verfolgung von Dopingverstößen durch eine neutrale, verbandsunabhängige Institution die Glaubwürdigkeit des Anti-Doping-Kampfes weiter erhöhen wird", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop.

Die NADA verspricht sich durch die Entscheidung ebenfalls positive Auswirkungen. "Wir hoffen, dass damit eine Sogwirkung entsteht und weitere Verbände nachziehen", sagte Vorstandsmitglied Lars Mortsiefer.

Die Vereinbarung mit der DESG gilt rückwirkend bereits ab dem 1. Mai 2011, die mit dem DLV wird mit Zustimmung des DLV-Verbandsrates zu einem noch nicht bekannten Termin in Kraft treten.

Anfang des Jahres hatte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) als erster olympischer Sport-Fachverband die NADA mit der Durchführung des Ergebnismanagements beauftragt.

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