Im Kampf gegen den Betrug im Sport will die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ihre Kontakte zu den staatlichen Ermittlungsbehörden weiter ausbauen.

In einer Konferenz mit Vertretern von Bundeskriminalamt, Zoll und der Staatsanwaltschaft München I sowie den Doping-Analytikern aus Köln und Kreischa bekundeten alle Beteiligten ihr Interesse an einer Intensivierung der Zusammenarbeit.

Ziel des gemeinsamen Austauschs ist eine bessere Vernetzung, um die Erfolgsaussichten der jeweiligen Ermittlungen zu steigern.

Die NADA erhofft sich Impulse für ihr Doping-Kontrollsystem und will so die Grundlagen für die möglichst baldige Einrichtung einer eigenen Task Force schaffen, die sich gezielter als bisher der Fahndung nach Dopern und ihrem Umfeld widmet.

Die Task Force der NADA soll interdisziplinär in enger Kooperation mit ihren sportwissenschaftlichen, medizinischen und juristischen Experten sowie mit den Dopingforschern der Labore und den staatlichen Ermittlungsbehörden arbeiten.

Wertvolle Informationen von der NADA erhoffen sich umgekehrt die staatlichen Ermittlungsbehörden, wenn es zum Beispiel um Hinweise auf Hintermänner von Dopingvergehen und Händlerringe geht.

Die Zollfahnder wiesen auf die im Jahr 2011 stark gestiegene Zahl von Verfahren wegen illegaler Einfuhren im Arzneimittelbereich hin und sprachen angesichts der enormen Gewinnspanne beim Vertrieb unerlaubter Substanzen von einem hohen Kriminalitätsgrad.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel