Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat in der Diskussion um die Rechtmäßigkeit ihrer Vorgehensweise Unterstützung vom zuständigen Datenschützer erhalten.

"Die Zusammenarbeit mit der NADA entwickelt sich. Es könnte schneller gehen, aber dass uns bewusst Steine in den Weg gelegt werden, kann ich nicht feststellen", sagte der Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper.

Leppers Kollegen Edgar Wagner (Rheinland-Pfalz) und Thilo Weichert (Schleswig-Holstein) hatten die gängigen Anti-Doping-Regularien in einem gemeinsamen Positionspapier als "rechtlich nicht akzeptabel" bezeichnet und eine gesetzliche Regelung des Anti-Doping-Systems gefordert.

Wagner hatte bemängelt, die Datenschützer würden "seit Jahren von der NADA vertröstet".

Lepper bezweifelt, dass ein nationales Anti-Doping-Gesetz Sinn ergeben könnte. `Die Frage ist, was uns ein Gesetz bringen würde.

Es gibt einen Code der Welt-Antidoping-Agentur WADA, den einzuhalten sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet hat. Der Schlüssel zur Lösung der Problematik liegt darin, den Code weltweit an die europäischen Standards von Datenschutzrichtlinien heranzuführen", sagte Lepper und verwies auf verschiedene Projekte unter Federführung des Bundesinnenministeriums.

In der Diskussion mit der WADA, in der EU und im Europarat würden `schwierige Systemfragen" gestellt, in etwa, "ob die unangekündigte Dopingkontrolle unabdingbar" ist.

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