Die deutsche Judo-Vizemeisterin Miryam Roper hat bei ihrem WM-Debüt überraschend die Chance auf Bronze.

Die 29 Jahre alte Leverkusenerin verlor bei den Titelkämpfen in Paris in der Klasse bis 57 kg erst im Viertelfinale gegen die Brasilianerin Rafaela Silva, nachdem sie ihre ersten drei Kämpfe jeweils vorzeitig gewonnen hatte.

Mit zwei Siegen in der Hoffnungsrunde kann Roper am Mittwochnachmittag das erste Edelmetall für den Deutschen Judo-Bund (DJB) holen.

Nach einem Freilos in Runde eins sorgte Roper in ihrem Auftaktkampf für eine Überraschung, als sie die Vizeweltmeisterin und dreimalige Europameisterin Telma Monteiro (Portugal) durch eine große Wertung (Ippon) besiegte.

Auf dem Weg ins Viertelfinale schaltete Roper die Ecuadorianerin Diana Villavicencio (46 Sekunden) und die Kasachin Lenarija Mingazowa (16 Sekunden) jeweils im Eiltempo aus.

Für Marlen Hein (57 kg) war nach zwei guten Kämpfen wie erwartet im Achtelfinale gegen Titelverteidigerin Kaori Matsumoto (Japan) Endstation.

Die weiteren deutschen Starter enttäuschten am zweiten Wettkampftag.

Medaillen-Hoffnung Romy Tarangul, 2009 WM-Dritte, unterlag in der Klasse bis 52 kg bereits in der ersten Runde Portugals Vize-Europameisterin Joana Ramos durch eine kleine Wertung (Yuko).

Auch Trainingsgefährtin Mareen Kräh (52 kg) verlor ihren Auftaktkampf gegen die Belgierin Ilse Heylen. Christopher Völk (73 kg) war in Runde eins dem französischen Olympiazweiten Benjamin Darbelet deutlich unterlegen und verlor acht Sekunden vor Kampfende durch eine große Wertung (Ippon).

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