Überlebende der Giftgas-Katastrophe von 1984 in Bohpal fordern Indiens Regierung zum Boykott der Olympischen Sommerspiele 2012 in London auf.

Diesen Schritt verlangt die Vereinigung der Opfer (BGPMUS) für den Fall, dass das Organisationskomitee LOCOG weiterhin nicht gewillt ist, den 7-Millionen-Pfund-Vertrag (umgerechnet 8,14 Millonen Euro) mit dem amerikanischen Chemie-Unternehmen Dow Chemical zu lösen.

Union Carbide Corporation, eine Tochter des Konzerns, soll vor 27 Jahren in der indischen Provinz den größten Giftgas-Unfall der Geschichte mit 23.000 Toten verursacht haben. Die Angehörigen der Opfer wurden später nur sehr geringfügig entschädigt.

Der Druck auf LOCOG-Chef Sebastian Coe wächst offenbar zunehmend. Die Opfer-Vereinigung drängt die indische Regierung, mit Dow Chemical über nachträglichen Schadenersatz zu verhandeln oder alternativ die Mannschaft des Landes von den Sommerspielen fern zu halten.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel