Das Bundesinnenministerium will die Finanzierung der NADA nicht weiter im großen Stil allein schultern.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) lädt deshalb die Sportminister der Länder, Vertreter aus der Wirtschaft und den Verbänden im Frühjahr zu einem Runden Tisch, um weitere Finanzquellen zu erschließen.

"Wir müssen die Finanzierung langfristig auf mehrere Schultern verteilen. Deshalb müssen wir alle an einen Tisch", sagte Friedrich am Rande der 35. Sportministerkonferenz in Weimar. Die NADA benötigt im Jahr rund 4,5 Millionen Euro für ihr operatives Geschäft.

Erst im Juli hatte das BMI noch eine Million Euro für das Dopingkontrollsystem zusätzlich zur Verfügung gestellt. "Das war eigentlich nicht mehr vorgesehen", sagte Friedrich.

Präsident Thomas Bach vom Deutschen Olympischen Sportbund begrüßte den Vorstoß des BMI. "Es muss endgültig eine langfristige und sichere Lösung her", sagte Bach. Der deutsche Sport ist an der Finanzierung mit 1,7 Millionen Euro beteiligt.

Der Rest des 4, 5-Millionen-Euro-Etats wird u.a. durch Zuschüsse ausländischer Verbände und aus Erträgen des Stiftungskapitals der NADA finanziert.

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