Judo-Olympiasieger Ole Bischof blieb bei Verleihung der Medaillen in Amsterdam wieder nur die Zuschauerolle.

Beim Grand-Prix-Turnier in der niederländischen Hauptstadt war der Reutlinger bereits nach seinem zweiten Kampf ausgeschieden, dafür hielten Andreas Tölzer, Heide Wollter und Luise Mahlzahn gut acht Monate vor den Olympischen Spielen in London die Flagge des Deutschen Judo-Bunds (DJB) hoch.

Tölzer holte sich in der Schwergewichtsklasse gegen den Litauer Marius Paskevicius den Sieg. Bereits bei der WM im August zeigte der 31-Jährige mit dem Gewinn der Silbermedaille eine starke Leistung.

Wollert musste sich in der Klasse bis 78 kg nur Lkhamdegd Purevjargal (Mongolei) geschlagen geben, direkt dahinter landete Mahlzahn auf Platz drei.

Für Bischof ist das schwache Abschneiden in Amsterdam doppelt bitter.

Durch seine Niederlage gegen den Kroaten Tomislav Marijanovic im Achtelfinale machte er wieder keine Weltranglisten-Punkte auf den Berliner Sven Maresch gut und muss um sein Olympiaticket weiter bangen. Nur ein Athlet in der 81-kg-Klasse wird den DJB in London vertreten.

Schon der erste Tag des Grand-Prix am Samstag verlief für das deutsche Team alles andere als zufriedenstellend: Einzig die Sprembergerin Mareen Kräh erreichte in der Klasse bis 52 kg immerhin das Viertelfinale, musste sich dann aber der Japanerin Yuki Hashimoto geschlagen geben.

Christopher Völk, der beim Grand-Prix in Moskau noch Zweiter geworden war, unterlag in seinem ersten Kampf gegen den Georgier Nugsar Tatalaschwili (bis 73 kg).

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