Die frühere deutsche Weltklasse-Leichtathletin Anke Feller plädiert dafür, dass Doping Straftatbestand wird.

Die Vorsitzende der Sportstiftung Nordrhein-Westfalen, 1997 mit der in Doping-Affären verwickelten Grit Breuer Weltmeisterin über 4x400 m, plädiert für die Möglichkeit, strafrechtlich gegen Dopingsünder vorzugehen.

"Es muss einen Straftatbestand des Sportbetrugs geben", sagte Feller der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).

Dann wüssten alle, worauf sie sich einlassen, und man könne Trainer und Athleten haftbar machen. Die heute 40-Jährige kritisiert: "Doping gilt noch zu oft als Kavaliersdelikt. "

In einem staatlichen Vorgehen gegen Dopingsünder würde Anke Feller einen zentralen Fortschritt für die Arbeit der Nationalen Anti Doping Agentur sehen:

"Das würde der NADA sehr helfen, denn viele mögliche Prozesse können bislang aus Kostengründen gar nicht erst geführt werden", sagte sie. Außerdem dauere der Weg über die Sportgerichte einfach zu lange.

Anke Feller, 1998 auch Europameisterin mit der 4x400-m-Staffel, steht seit April 2011 an der Spitze der Sportstiftung NRW, der bundesweit größten Initiative eines Landes zur olympischen Nachwuchsförderung.

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