Die Rettung der NADA-Finanzen scheint vor dem "Runden Tisch" mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich am Dienstag in Sicht:

Ein neuer Sponsor und die Bundesländer sollen das Finanzloch der Nationalen Anti Doping Agentur von 1,35 Millionen Euro im Etat 2013 weitgehend schließen. Insgesamt beläuft sich der NADA-Etat auf knapp fünf Millionen.

Friedrich, der im Vorfeld angekündigt hatte, es werde Zeit, "dass wir Tacheles reden", will am Dienstag in Berlin mit allen beteiligten NADA-Partnern die künftige finanzielle Ausstattung der Agentur regeln, die nach derzeitiger Lage im kommenden Jahr ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen könnte.

Thomas Bach fordert als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Es muss eine Lösung her. Es kann nicht sein, dass wir jedes Jahr über dieses Thema sprechen müssen."

Der Bundesinnenminister hatte zuvor schon deutlich gemacht, das BMI wolle nicht noch einmal eine Million Euro zuschießen, um wie 2012 den NADA-Etat zu retten.

Friedrich verwies darauf, 2007 habe die Bundesregierung der NADA für die nächsten vier Jahre jeweils eine Million zur Anschubfinanzierung zugesagt, nicht als ständigen Zuschuss.

Während Telekom und Deutsche Bank ihr zuletzt ohnehin nur noch geringes Engagement zurückfahren wollen, will nun anscheinend ein zweiter deutscher Sportartikelhersteller einspringen.

Bisher ist adidas mit 250.000 Euro pro Jahr der einzige Premium-Partner der NADA.

Zugleich gibt es Anzeichen dafür, dass auch die Bundesländer ihr finanzielles Engagement erhöhen.

Bisher zahlen sie nur rund 80.000 Euro und argumentierten, Ausgaben für den Spitzensport seien Sache des Bundes, sie sähen sich in erster Linie beim Breitensport in der Pflicht.

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