Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) hat mit einer Neugliederung der Bundesliga und einem reformierten Wettkampfmodus auf die Krise der Eliteklasse reagiert.

Nachdem sich der TSV Musberg, die KSK Konkordia Neuss sowie der RV Thalheim aus finanziellen Gründen aus der Liga zurückgezogen und absichtlich verlorene Aufstiegskämpfe für Aufsehen gesorgt hatten, sah sich der DRB-Bundesligaausschuss zum Handeln gezwungen.

Zu Beginn der neuen Saison im August wird die Bundesliga nicht mehr in eine Ost- und eine Weststaffel, sondern in Nord- und eine Südstaffel aufgeteilt.

In jeder Staffel gehen acht Mannschaften an den Start. Die drei Zweitligastaffeln bleiben in der bestehenden Struktur.

Ab der Saison 2013/2014 werden die beiden Erstligastaffeln auf jeweils zehn Mannschaften aufgestockt, darunter werden dann zwei Zweitligastaffeln mit jeweils zwölf Teams gebildet.

Geändert wurde auch der Playoff-Modus. Nach Abschluss der Hauptrunde kämpfen zunächst die Dritt- bis Sechstplatzierten in einer Zwischenrunde im K.o.-System, ab dem Viertelfinale stoßen die beiden Erstplatzierten der Staffeln dazu.

Die Siebtplatzierten beenden nach der Hauptrunde die Saison, die Achtplatzierten steigen ab.

Nach den Vorwürfen wegen angeblich ungesetzlicher Beschäftigungsverhältnisse bei einigen Klubs hat der DRB auch in diesem Bereich neue Richtlinien erlassen.

Demnach können in der Bundesliga nur noch Nachwuchs-Athleten (bis 18 Jahre) als Amateure eingestuft werden. Ringer über 18 Jahre müssen als Geringverdiener, Selbstständige oder Arbeitnehmer angemeldet werden. Ausländische Athleten erhalten grundsätzlich keinen Amateurstatus.

Die neue Liga-Einteilung:

Staffel Nord: Luckenwalder SC, SV Luftfahrt Berlin, WKG Leipzig/Taucha, RWG Mömbris-Königshofen, ASV Mainz, TKSV Bonn-Duisdorf, KSV Köllerbach, AC Lichtenfels.

Staffel Süd: TuS Adelhausen, SV Triberg, ASV Nendingen, SV Siegfried Hallbergmoos, KSV Aalen 05, SV Wacker Burghausen, SV Johannis Nürnberg, SV Germania Weingarten.

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