Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd hat sich das deutsche Damendegen-Team um Olympiasiegerin Britta Heidemann in allerletzter Sekunde für die Sommerspiele in London qualifiziert.

Zum Abschluss der Olympia-Qualifikation im französischen St. Maur belegte das Quartett mit Heidemann (Leverkusen), der zweimaligen Europameisterin Imke Duplitzer (Bonn) sowie den Heidenheimerinnen Monika Sozanska und Ricarda Multerer Platz drei und löste damit das Ticket für London.

"Geil, dass wir geschafft haben", sagte Britta Heidemann überglücklich: "Wir haben alle sehr gut gefochten und uns super ergänzt. Das Gefecht um Platz drei war für uns wie ein olympisches Finale. Jetzt wird aber erst einmal gefeiert."

In St. Maur profitierten die Deutschen, die im vergangenen Jahr als Weltranglistenerste in die Qualifikation gegangen waren, auch von dem schwachen Abschneiden ihrer direkten Konkurrenten.

Das deutsche Quartett zog gleich an vier Mannschaften noch vorbei. Im Gefecht um Platz drei besiegten die Deutschen Italien.

Im Viertelfinale hatten die Deutschen Welt- und Europameister Rumänien 25:22 bezwungen, im Halbfinale verloren sie im sudden death 23:24.

Damit bleibt auch die Serie der deutschen Degenfechterinnen bestehen.

Bisher qualifizierten sich deutsche Teams immer für Olympische Spiele.

In der Erfolgsphase zwischen 2003 und 2010 gab es im Team einmal Olympiasilber 2004, dazu zweimal WM-Silber und fünfmal WM-Bronze. 2008 war der Teamwettbewerb nicht olympisch.