Die deutschen Degenfechterinnen um Olympiasiegerin Britta Heidemann haben bei ihrer London-Generalprobe die Podestplätze verpasst und ihre Ausgangsposition für die Sommerspiele in London nicht entscheidend verbessern können.

Im Viertelfinale des Heim-Weltcups in Leipzig unterlagen Heidemann (Leverkusen), die zweimalige Europameisterin Imke Duplitzer (Bonn), die EM-Dritte Monika Sozanska und Ricarda Multerer (beide Heidenheim) den USA mit 36:39.

In den Platzierungsgefechten gelang ihnen mit Siegen über Rumänien und China, immerhin Gold- und Silbergewinner der WM 2011, noch Platz fünf.

Nun treffen die deutschen Fechterinnen in der ersten Runde der Olympischen Spiele entweder auf Europameister Russland oder Vize-Weltmeister China mit der Titelträgerin im Einzel, Na Li.

"Es ist vollkommen egal. Wir nehmen es, wie es kommt", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar.

Im Einzel hatte Heidemann am Samstag als beste Deutsche Platz zwölf belegt. Genau einen Monat vor der Einzelentscheidung in London (30. Juli) verlor die Goldmedaillengewinnerin von Peking im Achtelfinale gegen die spätere Siegerin Josephine Jacques Andre Coquin (Frankreich) mit 12:15.

"Leider bin ich ein bisschen undiszipliniert gewesen. Alles in allem bin ich froh, dass mein Rücken mitmacht. Ich habe heute gut gefochten und kann das Turnier mit einem guten Gefühl verlassen", sagte Heidemann nach der Niederlage gegen die 21 Jahre alte Nummer 49 der Weltrangliste.

Der zweimaligen Europameisterin Imke Duplitzer missglückte dagegen der letzte Einzelauftritt vor London. Die 36-Jährige aus Bonn hatte am Freitag nicht den Sprung ins Hauptfeld geschafft und belegte am Ende nur Platz 98.

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