Der deutsche Sport wird keine Kronzeugenregelung im Strafrecht und keine uneingeschränkte Strafbarkeit des Besitzes von Dopingmitteln fordern:

Mit großer Mehrheit lehnte die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag in Stuttgart einen entsprechenden Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ab.

Noch deutlicher sprach sich das Plenum für den Antrag des DOSB aus.

Dieser sieht vor allem vor, die Höchststrafe für Dopingvergehen im Arzneimittelgesetz von drei auf fünf Jahre zu erhöhen und dass weitere Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften (bisher nur München und Freiburg) in allen Bundesländern entstehen.

Diese sollen wie Polizei und Zoll eng mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) zusammenarbeiten.

Der DLV-Antrag wurde mit nur 25 Ja-Stimmen bei acht Enthaltungen abgelehnt. Insgesamt waren 459 Delegierte stimmberechtigt. Der DOSB-Antrag erhielt keine Gegenstimmen, aber neun Enthaltungen.

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