Finanzmisere ohne Ende bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA): Der Bonner Institution fehlen im Etat 2013 aufgrund gestiegener Ausgaben noch immer 500.000 Euro.

Der Engpass schien am 24. Oktober beseitigt, als der Sportausschuss des Bundestags im Sporthaushalt 2013 eine Million Euro zu Gunsten der NADA umgeleitet hatte.

Die Lücke im 6,5-Millionen-Etat der NADA konnte auch durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nicht geschlossen werden, der es am Samstag bei seiner Mitgliederversammlung in Stuttgart ablehnte, angesichts seines erwarteten Minus im Haushalt 2012 eine halbe Million Euro aus seinen Rücklagen (knapp fünf Mio.) zur Verfügung zu stellen. Dies hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) beantragt.

In Stuttgart appellierte auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph Bergner, erneut an die Stakeholder der NADA: Nachdem Bund und Sport bereits über zwei Millionen zum Etat gegeben haben, seien vor allem Wirtschaft und Länder gefordert.

Bergner: "2013 muss es gelingen, eine tragfähige Finanzierung der NADA zu sichern."

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte vor Monaten bereits das bisherige Finanzierungsmodell der NADA für gescheitert erklärt und die Bundesregierung aufgefordert, eine unabhängige Expertenkommission einzusetzen, die Vorschläge für eine neue Träger- und Finanzierungsstruktur der NADA erarbeitet.

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