Ohne seine Olympia-Asse, stattdessen mit einer ganzen Reihe junger Hoffnungsträger nimmt der Deutsche Judo-Bund die am Donnerstag beginnenden Europameisterschaften in Budapest in Angriff.

"Wir fahren ohne große Erwartungen zur EM und müssen den Trainern eine Chance geben, Kämpfer zu testen. Das haben wir im Jahr nach Olympia immer gemacht", sagt DJB-Präsident Peter Frese: "Wenn man jetzt schon Druck aufbaut, handelt man falsch."

Die vier Medaillengewinner von London fehlen in Ungarns Hauptstadt: Ole Bischof ist zurückgetreten, Andreas Tölzer ist nach seiner Schulter-OP im Aufbautraining, Dimiri Peters und Kerstin Thiele pausieren mit Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro (26. August bis 1. September).

Aussichtsreichste Starter im insgesamt 17-köpfigen deutschen Aufgebot (acht Frauen, sieben Männer) sind Miryam Roper (Leverkusen/57 kg), 2012 in Tscheljabinsk EM-Dritte, und Luise Malzahn (78 kg), die 2011 in Istanbul ebenfalls Bronze geholt hatte.

Von Donnerstag bis Samstag werden in der Laszlo-Papp-Arena 14 Einzel-Titel vergeben, am Sonntag stehen die Team-Entscheidungen an. -

Das deutsche EM-Aufgebot:

Frauen:-48 kg: Kay Kraus (Großhadern)-52 kg: Sappho Coban (Karlsruhe), Mareen Kräh (Spremberg)-57 kg: Miryam Rope (Leverkusen)-63 kg: Martyna Trajdos (Eimsbüttel)-70 kg: Laura Vargas Koch (Berlin), Iljana Marzok (Berlin)-78 kg: Luise Malzahn (Halle/Sachsen-Anhalt)+78 kg: Jasmin Külbs (Zweibrücken)

Männer:-60 kg: kein deutscher Starter-66 kg: Sebastian Seidl (Abensberg)-73 kg: Rene Schneider (Sindelfingen), Soshin Katsumi (Freiburg)-81 kg: Hannes Conrad (Leipzig), Sven Maresch (Berlin)-90 kg: Marc Odenthal (Mönchengladbach)-100 kg: Dino Pfeiffer (Karlsruhe)+100 kg: Robert Zimmermann (Potsdam)

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