Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn hat beim Weltcup-Comeback im Modernen Fünfkampf in Budapest die Spitzenplätze klar verpasst. Die 27-Jährige, einzige deutsche Finalteilnehmerin in Ungarn, kam auf 5024 Punkte und belegte damit den 20. Platz. Claudia Knack, Ronja Döring (beide Berlin) und Paria Mahrokh (Bonn) waren in der Qualifikation für das Finale der besten 36 gescheitert.

Bei den Männern schaffte der Berliner Alexander Nobis (5652) als Neunter den Sprung in die Top 10, Patrick Dogue (Potsdam) belegte mit 5248 Punkten nur den 33. Rang.

Einen Doppelsieg feierte bei den Frauen die Ukraine. Mit 5404 Punkten setzte sich Ganna Buriak gegen ihre Teamkameradin Wiktoria Tereschuk (5360) durch. Den Sieg in der Männer-Konkurrenz sicherte sich der Brite James Cook mit 5872 Punkten.

Schöneborn erwischte einen mäßigen Start und zeigte im Fechten nicht ihre gewohnte Klasse. "Ich konnte heute viele Aktionen, die ich machen wollte, einfach nicht umsetzen," sagte die Wahl-Berlinerin, bei der nach der ersten Disziplin einige Tränen flossen.

Nach einer guten Leistung im Schwimmen kosteten sie vier Abwürfe beim Reiten und einige Zeitfehler weitere wertvolle Punkte. "Es war kein so toller Wettkampf, beim Reiten hatte sie ein bisschen Pech. Vielleicht ist es aber nicht so schlecht. Denn man sieht, woran wir noch arbeiten müssen", sagte Bundestrainerin Kim Raisner.

Für Schöneborn war es der erste Wettkampf nach den Olympischen Sommerspielen in London, wo sie 15. geworden war.

Danach hatte sie ihre Masterarbeit im Studiengang Internationales Marketing abgeschlossen. Mit ihrer Rückkehr in Budapest soll wieder der Sport anstelle der Uni ihren Tagesablauf bestimmen. Schöneborns Ziel sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

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