Nach Aufdeckung des Manipulationsskandals in der Rhythmischen Sportgymnastik und der Suspendierung des kompletten Technischen Komitees hat sich dessen Vorsitzende Natalja Kusmina über das Vorgehen des Weltverbandes beschwert.

"Leider scheint es so, dass nun Bruno Grandi in einem internen 'Krieg' persönliche Ambitionen und Ziele über die Interessen des Verbandes und des Sports stellt", teilte die Russin über eine Sprecherin mit und attackierte speziell FIG-Präsident Grandi.

Der Italiener hatte in einem Interview des Magazins "Leon" die Zukunft der Gymnastik infrage gestellt.

"Es gibt heute keine Rechtmäßigkeit der Bewertungen, und bis es diese nicht gibt, wird der Sport weiter verfallen", hatte der 79-Jährige kritisiert und nach der Suspendierung der Kampfrichterinnen eingeräumt.

"Sie werden mich hassen, das kann ich sogar verstehen, denn ich habe den Deckel eines Kochtopfs voller Lügen und Regelverstöße angehoben."

Diese Bemerkungen bringen Kusmina auf die Barrikaden. "Die respektlosen öffentlichen Kommentare von FIG-Verantwortlichen zeigen, wie verächtlich sie den Kampfrichterinnen und dem Technischen Komitee gegenübertreten", erklärte Kusmina.

Und weiter: "Die Bewertung der Resultate der Kampfrichterkurse zeigt, dass die Macht in der FIG fast ausschließlich bei Präsident Bruno Grandi liegt. Früher herrschte immer ein Gleichgewicht zwischen FIG und Technischem Komitee. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Befugnisse künftig nicht absolutistisch bei den FIG-Führungsorganen liegen."

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