Manipulation und Spielabsprachen sind einer Studie der Universitäten Amsterdam und Tilburg zufolge in den Niederlanden im Sport nicht weit verbreitet.

Die Forscher hatten sogenanntes Matchfixing im Auftrag des Sportministeriums untersucht. Vier Prozent der niederländischen Sportler verschiedener Disziplinen waren demnach zu Manipulationen aufgefordert worden.

"Die Ergebnisse geben keinen Anlass zur Unterstellung, dass in den Niederlanden ständig eine große Zahl von Wettkämpfen manipuliert wird oder dass ganze Ligen korrupt seien", schreiben die Autoren.

Sie stützen sich auf eine Umfrage unter 732 Sportlern, Interviews und vertrauliche Informationen von Ermittlungsbehörden.

Untersucht wurden die Sportarten Fußball, Tennis, Basketball, Boxen und Reitsport. Ein konkreter Fall von Matchfixing ist in den Niederlanden bisher nicht bekanntgeworden.

Nach Informationen des Bochumer Staatsanwaltes Andreas Bachmann gibt es Beweise, dass bis 2009 vier Profispiele im niederländischen Fußball manipuliert wurden.

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